Bestimmte Schutzkomponenten, einschließlich Protein- und Peptidhydrolysatfraktionen und Substanzen, die einen unerwünschten enzymatischen Abbau reduzieren, können die endogenen Bestandteile des Samens während der Lagerung stabilisieren.

Nach diesem Modell muss NOVUM kein β-NGF als primäres aktives reproduktives Signal liefern. Vielmehr liefert der Samen selbst natürlich vorkommendes β-NGF und andere Samenfaktoren.

Die für NOVUM vorgeschlagene Rolle besteht darin, die Lagerumgebung so zu modifizieren, dass der Verlust oder Abbau dieser endogenen Bestandteile reduziert wird.

Hydrolysate wirken durch physikalisch-chemischen Schutz: Die darin enthaltenen Peptide und Aminosäuren bilden einen Puffer um die Zellmembran der Spermienzelle und fangen freie Radikale ab.

Da sie keine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkung auf den Körper selbst haben (sie werden den Spermien in vitro zugesetzt), wird das Produkt daher nicht als Tierarzneimittel angesehen.

Die Zugabe von Peptidase- (oder Protease-)Inhibitoren, um den Abbau von Proteinen durch körpereigene Enzyme zu verhindern, ändert seinen rechtlichen Status nicht zu dem eines Tierarzneimittels. Dies liegt daran, dass es keine therapeutische Wirkung auf das lebende Tier gibt und Peptidase-Inhibitoren keine pharmazeutischen Substanzen sind.

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